
Endlich mal wieder Zeit ein Review zu schreiben. Und um es vorweg zu nehmen, die Platte gefällt. Sie ist zwar Pop, aber hat doch ihre Daseinsberechtigung.
Am Anfang wird man mit einem etwas eigenwilligem Orgelstück begrüßt, doch die Lieder danach sind durchaus gut anzuhören. Oft hört man auch viel Country, wie beim letzten Lied "Confessions DDD", einem sechsminütigem Popsong, der sich aber nicht verliert sondern doch ziemlich genial ist. In einem Wechselbad aus Glück und Melancholie wird man von Lied zu Lied gereicht. Eskimo Lament ist wunderbar traurig, wohingegen der Gypsy Market Blues eine fröhliche Popnummer ist, mit genialem Text. Aber um ehrlich zu sein, hier hört es auch auf, das Album hinterlässt kaum Eindruck, was nicht zuletzt an der etwas kurzen Spielzeit liegt, denn 38 Minuten sind doch etwas wenig, wenn man z.B. An Radiohead's IRON LUNG EP denkt, die nur 10 Minuten kürzer ist.
Wer mal den Kopf frei bekommen möchte von schweren Melodien, liegt mit dem Album genau richtig, jedoch wird man auch kaum mehr vorfinden... Schade, die Band hat Potenzial zu mehr. Obwohl viele sagen das wäre von der Band experimentel, widerspreche ich dem, vielleicht bin ich auch einfach nur Sy-geschädigt und merke sowas schon gar nicht mehr....
6/10