
The Gathering - Souvenirs
2003
"These Good People"
Der Opener entführt einen gleich in eine sehr mystische Welt. Schönes Piano, druckvolles Drumming und dann natürlich die Stimme, die wie Asmo schon passend gesagt hat, auch in einer Blues Kombo gut passen würde. Die fast 6 Minuten vergehen wie im Flug und ich überlege, ob es sich nicht lohnen würde mal ein Duett mit Tori Amos zu organisieren.Fast hypnotisierend
"Even The Spirits are affraid"
Erneut der Einsatz des sehr druckvollen Schlagzeugs. Immerwieder warte ich auf Metalklänge, weil ich wohl um die Vergangenheit der Band bescheid weiß, aber es bleibt einfach genial.
The Gathering wissen auch wie man Spannung erzeugt und es kommt keine Langeweile auf. Zum ersten Mal kommt hier die Gitarre richtig zum Einsatz, die sich gut einfügt und vorsichhin rockt
"Broken Glass"
Dieser Song brauch mich gar nicht erst zu überzeugen, denn ich bin bereits in den leicht verspulten Sound verliebt und höre mir ihn immer wieder gerne an. Das Schlagzeug erinnert, gerade mit der tollen Stimme zusammen sehr an Portishead und die traurig daherplätschernde Gitarre verleiht dem Song eine schöne Tiefe...
"You learn about it"
Hier wird das erste Mal zur Akkustikgitarre gegriffen und auch das gut umgesetzt. Das Schlagzeug nicht ganz so druckvoll, aber passend zum Song. An dieser Stelle danke ich Aenarion zum 8 Mal für seinen grandiosen Tipp und freue mich einfach auf den Rest der Platte.
"Souvenirs"
Der Titelsong steht seinen Vorgängern in nichts nach. Mir wird klar, dass ich an dieser Platte nichts zu meckern haben werde
Sie erzeugen eine Atmosphäre, wie ich sie nur von Sigur Ros, Mogwai und Co. bis dato gekannt habe.
"Monsters"
Es verspricht einer der schnelleren Songs zu werden. Das Schlagzeug wird wieder druckvoller und jetzt fällt mir noch ein, dass die Sängerin mich an Heather Nova erinnert, um so gespannter warte ich auch die nächsten Songs ab.
"We just stopped breathing"
Hier setzt sich wieder jemand an die elfenbeintasten und verleiht dem Song eine gewissen Schwer- und Anmutigkeit herlicherweis
Man ist wirklich kurz davor das Atmen einzustellen, nur, weil es so unbegreiflich scheint, dass diese Band mal Death Metal gemacht haben soll.
Bei Minute 3 vernehme ich ein Trompeter und jubel innerlich ...etwas noisige Effekte zeichnen sich ab. Genau mein Fall.
"Golden grounds"
Auch dieser Song tanzt nicht aus der Reihe...etwas schleppend, so wie man es von Godspeed You Black Emporer kennt, allerdings mit knapp 5 Minuten eher im Rahmen der anderen Songs des Albums ( Godspeed Songs fangen bei der 5 Minuten Marke oft erst richtig an )
"Jelena"
Die Gitarre macht den Anfang, stimmt ein trauriges Lied an und langsam schleicht sich der Gesang dazu. Ich bin erneut begeistert.
Immer wieder Klavier und das Schlagzeug wie Paukenschläge...bedrückend schön...
"A life all mine"
Der letzte Song der Platte ( soweit ich das weiß, das is der Nachteil beim File-sharing )kommt mir wieder wie ein Portishead - Song vor, obwohl hier sogar ein Sänger zu hören ist.
Ein würdiger Abschluss...
Fazit:
Für mich ein grandioses Album, dass mich schier weggefegt hat.
Hört es euch an, wenn ihr euch ein Gefallen tun wollt
Es besteht noch Hoffnung, solange sich eine solche Band einem solchen Wandel unterziehen kann...